Unsere Traudl und die Kinder


Wir wollen Ihnen nachfolgend einmal die Begeisterung von Kindern für unseren vereinseigenen Traktor mit Namen Traudl vor Augen führen.

 

Traktortreffen im Odenwald am 30-12-2006

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Während der Fahrt aufgenommen, daher etwas 

unscharf.

Die strahlenden Gesichter und großen Augen der Kinder dürfen wir Ihnen leider nicht zeigen, da es sich um sog. uneheliche Kinder handelt, bei welchen der Vater qua Geburt kein Sorgerecht hat und es in Deutschland die Persönlichkeitsrechte der Kinder verletzt, wenn wir ohne Erlaubnis der Mütter ( die wir nicht bekämen, auch in den Fällen, in denen die Väter zwar das Sorgerecht haben, die Kinder jedoch bei den Müttern leben ) Bilder veröffentlichen, auf denen die Kinder eindeutig zu erkennen sind. Ein Vater, der Schauspieler Mathieu Carriere mußte aus diesem Grunde bereits für 10 Tage hinter Gitter, weil er dieses Sakrileg beging.

 

Traktortreffen im Schuldorf in Seeheim-Jugenheim am  am 17-03-2007

 

Dieses Jahr gibt’s ein neues Spezialprogramm und Papa Bernd und Sohnemann Marius sind heiß drauf: Eicher Traktoren- und Landmaschinenwerke GmbH. Die haben u. a. eine legendäre Treckerbaureihe mit Raubtiernamen wie Panther, Puma, Tiger, Leopard und Mammut mit Motoren von einem bis sechs Zylindern. Herz, was willst du mehr ? Und diesmal will der Papa weitere Väter und Kinder mit dem Traktorvirus infizieren. Einladungen verschicken und hoffen, dass der prophezeite Wetterumschwung bis nach dem Treffen auf sich warten lässt.

In Seeheim-Jugenheim angekommen gelangt Traudl samt Fahrer anstandslos aufs Ausstellungsgelände. Nach Absprache mit dem Veranstalter dürfen wir uns sogar zu den Eicher-Traktoren gesellen: Ein roter Farbtupfer unter lauter blaugrauen Dieseltieren oberbayerischer Herkunft. Traudl darf sich neben einen wunderschönen grauen Massey-Ferguson mit kupferfarbenem Chassis platzieren. Ein Augenschmaus.

Nach und nach trudeln unsere Papas mit ihren Kindern bei Traudl ein. Marius und seine Mutter sind bei den ersten. Unser iranischer Papa Kami hat die beiden am Ostbahnhof Darmstadt aufgegabelt und mit ins Schuldorf gebracht. Ein kurzer Begrüßungskuss für den Papa und dann gilt alle Konzentration SEEEIIINER innigst geliebten Traudl. Als Zeichen seiner Verbundenheit befestigt er eine selbstbemalte Fahne am rechten hinteren Kotflügel. Das ist wahre Liebe ! Tränen der Rührung.

Die erste Tour gehört natürlich uns. Schnell noch ein Brot verdrückt und rauf auf die Kotflügel. Bestiegen wird heute von vorn, denn im Überrollbügel ist ein großes Banner angebracht, das auf unseren Verein aufmerksam machen soll. Das wurde auf die Schnelle noch gestrickt und in Nürnberg günstig gefertigt. Auf dem zweiten Notsitz nimmt Kamis Sohn Platz. Der war ja schon auf der Neutscher Höhe begeistert vom Traktorfahren.

Die Fahrt führt über den Gästezugang für die Traktoren hinaus zwischen den Feldern, mit herrlichem Blick auf die Hügel der Bergstraße. Die Sonne hat jedoch kein Gespür für uns. Traudl läuft tadellos, die Schaltung hält, die beiden Knaben schauen sich stolz lächelnd an. Auf diesen Tag hat Marius sooooooo lange hingefiebert…

Auf dem Rückweg begegnen wir unserem Mitglied Juri mit seiner Tochter und Enkeln. Zurück am Stellplatz werden wir ab jetzt von Kindern geradezu umlagert. Die haben spitzgekriegt, dass es Spazierfahrten mit dem roten Fahr geben soll. Von nun an sind Traudl und Papa Bernd im Dauereinsatz ! Für eine kleine Spende dürfen alle mitfahren.

 

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Irgendwann braucht Papa Bernd eine Pause. Auch Traktorfahren macht hungrig. Marius und der Vereinsvorsitzende Ullipappa kommen mit an die Fressbude. Die wollen Kartoffelpuffer, Papa Bernd nimmt Paprikawurst. Schnell zurück zu Traudl, Kundschaft wartet. Neben unserem Schlepper wird ein kleiner Metallaufsteller platziert, auf dem ein Steckbrief mit den wichtigsten Daten von unserem Fahr-Schlepper angebracht wird. Ein Posteraufsteller mit Bildern von unserem Traktor soll zusätzlich auf uns aufmerksam machen.

Von nun ab müssen wir eine neue Route nehmen, da der Zugang für die Gästetraktoren geschlossen wird. Wir sind flexibel und mit zwei neuen Frischlingen auf den Kotflügeln geht’s jetzt durch den bewachten Händlereingang hinaus auf die voll geparkten Straßen und wieder retour, eine Tour nach der anderen.

Erneut mit Kindern on the road begegnet uns ein riesiger, gelber Kran, dem wir weichen müssen. Dieser wird unseren bisherigen Stellplatz einnehmen. Von der Tour zurück sollen wir unsere Traudl von nun an ein paar Meter neben den Kran an den kleinen Kinderspielplatz stellen. Papa Bernd schnappt sich den Filius, denn der knallgelbe Faun mit vier Achsen und einem Ausleger von maximal vierzig Metern (!), wie wir erfahren, soll einen kleinen Eicher-Traktor in den beständig grauen Himmel hieven: Gurte dran und hinauf mit den gut anderthalb Tonnen. Marius ist baff: “ Und wenn jetzt jemand sein’ Traktor vermisst ?“ “Ist nur Spaß“, beruhigt der Papa. Der Eicher schwebt bis zum Schluss am wolkenverhangenen Traktorenhimmel.

 

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Schrauberpapa Klaus samt Sippschaft trifft ein. Töchterchen Lilly wartet ungeduldig auf dem Treckerkotflügel, dass es endlich losgehen möge. “Los jetzt“, befiehlt sie. Marius will bei dieser Fahrt mitkommen. Wir drehen unsere routinierte Runde runter vom Schulgelände auf die Zubringerstraße und wieder zurück. Lilly brebelt und lacht die ganze Fahrt vor sich hin, Marius beobachtet sie dabei und schmeißt sich weg vor Freude. Einige Kinder sind da eher stille Genießer, anderen sieht man den Spaß an der ganzen Gaudi förmlich an.

Auf unserem Platz angekommen müssen wir leider feststellen, dass die kleine liebevoll gebastelte Fahne von Marius vom Fahrtwind abgebrochen ist. Große Kindertränen, Mama und Papa müssen minutenlang Seelsorge leisten.

Donato, unser italienischer Papa aus Frankfurt, muss seinen Sohn bald wieder bei der Mutter abgeben. Mahmoud, Vater von zwei Töchtern, hat das gleiche Problem. Schnell sind somit die nächsten Fahrten festgelegt. Danach wird sich artig verabschiedet. Die darauf folgende Minitour mit Marius bringt uns bei der Ausfahrt vom Veranstaltungsgelände eine wundersame Bescherung: Die jungen Burschen, die den Händlereingang bewachen, winken uns mit der Fahne von Marius herbei: “ Bitteschön !“ Groooooße Zufriedenheit. Das Teil werden wir später reparieren.

Die Zeit zerrinnt nur so dahin, trotz der gemütlichen Reisegeschwindigkeit. Traktorfahren ist eben die Entdeckung der Langsamkeit in unsrer bisweilen krankhaft hektischen Welt. Aber der Riesenspaß dabei ist äußerst kurzweilig. Es bleibt dennoch Zeit, die vor Wochen geplante Überraschung für Marius in die Tat umzusetzen. Schnell hinein ins Flohmarktgewimmel und hin zum Stand der Oldtimer-Traktor-Zeitung, denn Papa Bernd will die Lieblingslektüre endlich abonnieren. Es gibt Preisnachlass von zehn Prozent und vor allem ein Abogeschenk, das natürlich für den Filius sein soll.

Wir warten sehnsüchtigst auf den Chefredakteur, der in jeder Ausgabe auf einem grünen Geräteträger auf Seite eins thront. Aber der gute Mann ist nebenan bei den Schlierbachtaler Traktorfreunden aus dem Odenwald zutiefst in Dieselgespräche verwickelt, sodass wir eine Weile auf unseren großen Moment ausharren müssen. Schließlich signalisiert ihm seine Kollegin am Stand, dass er uns persönlich bedienen soll.

Wir kommen ins Gespräch mit ihm und er macht uns Hoffnung, dass wir uns in einer der nächsten Ausgaben mit einem eigenen Beitrag über unseren Verein präsentieren können. Marius hat sich derweil den kleinen Rucksack mit Taschenlampe und Fernglas als Geschenk für sich ausgesucht und die allererste Ausgabe gibt’s obendrein. Strahlendes Kindergesicht.

Ein tiefes Brummeln von einem Lanz bahnt sich seinen Weg durch die Leute und direkt an uns vorbei, während wir uns allmählich auf die Heimreise machen müssen. Viel vom Teilemarkt haben wir nicht gesehen. Ulli wird Marius und seine Mutter mit zum nächsten Bahnhof mitnehmen, Papa Bernd wird unsere Traudl nach Hause kutschieren.

Nach ein paar finalen Ehrenrunden liefert Papa Bernd den Sohnemann auf dem Parkplatz an Ullis Wagen ab. Zwei Schmatzer gibt’s zum Abschied für den sichtbar müden Trattorista. Aber wir alle wissen: Nix gibt’s besseres als Traktorfahren !

 

Papa Bernd und seine Erlebnisse mit seinem Sohnemann