Privatschule nach Montessori-Pädagogik
Unsere erste Privatschule und alle anderen, die hoffentlich noch folgen werden, werden nicht die gleiche Pädagogik wie die staatlichen Regelschulen anwenden, sondern die seit fast 100 Jahren in Deutschland praktizierte Reformpädagogik nach Maria Montessori umsetzen.
Maria Montessori, wer war sie ...............
Maria Montessori wurde 1870 in Italien in der Nähe Roms geboren und war Naturwissenschaftlerin, promovierte Ärztin ( die sich als Studentin noch als Mann verkleiden musste, da damals ausschließlich Männer Medizin studieren durften ), Pädagogin und Mutter.
Sie arbeitete zunächst als Ärztin in einem Heim für geistig behinderte Kinder. Durch ausgiebiges Beobachten und dem Ziehen des richtigen Schlusses aus dem Verhalten der Kinder, gelang es ihr, mit Selbstentwickelten Materialien diese Kinder so zu fördern, dass sie zu selbständigem Handeln fähig wurden.
Diese Methode übertrug sie mit beachtlichem Erfolg auf geistig gesunde Kinder. Das erste Kinderhaus ( italienisch: casa dei bambini; die Montessori Kindergärten heißen daher nicht Kindergarten sondern Kinderhaus oder Haus der Kinder ) entstand 1907 in Rom. Weitere folgten in Italien, den Niederlanden, USA, Indien, England, Spanien, etc.. Bereits im Jahre 1919 eröffnete das erste deutsche Montessori-Kinderhaus in Berlin.
Maria Montessori verstarb nach einem sehr erfüllten Leben im Jahre 1952 in den Niederlanden.
................und was waren ihre Ziele !
Es war Maria Montessoris Anliegen, Kindern zu helfen Dinge selbst zu tun, eigene Erfahrungen machen zu können und die Erkenntnisse später zu abstrahieren; will heißen, ihnen zu helfen, den Grundstein zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung zu legen. Ihre Methode basiert auf einem tiefen Respekt vor der Persönlichkeit des Kindes. Sie entzieht es dem oft erdrückenden Einfluss des Erwachsenen und lässt ihm dadurch Platz eigenständig und selbstbewusst zu wachsen. Der Freiraum, den das Kind empfindet, ist im Rahmen des gegenseitigen Respekts kein Freibrief, sondern die Grundlage echter Disziplin. Die Methode verzichtet auf geistigen Wettbewerb und dessen Begriffe wie Sieger und Verlierer.
Mehr als das: Zu jeder Zeit werden den Kindern Möglichkeiten zur gegenseitigen Hilfestellung angeboten, die gern gegeben und dankbar angenommen wird.
Sind Sie neugierig geworden, möchten Sie mehr darüber wissen ? Dann melden Sie sich bei uns unter Kontakt
"Zeige mir wie es geht, aber tu es nicht für mich; lass mir Zeit, die Dinge selbst auszuprobieren, die Zusammenhänge selbst zu erkennen und zu begreifen."
"Hilf mir, es selbst zu tun !"
Nach Ansicht von Maria Montessori kann sich die Erziehung zur Selbständigkeit und schöpferisches Lernen nur durch eigenes Tun vollziehen. Das Kind muss von sich heraus aktiv werden, aus seinen Ideen und Fähigkeiten Aktionstaten entwickeln, sich an seinen eigenen Zielvorstellungen orientieren können. Als Erwachsener wissen wir wie wenig es motiviert, wenn die eigene Arbeit immer wieder unterbrochen wird, weil Vorgesetzte meinen alles besser zu wissen oder zu können und wie es hingegen Spaß macht, selbst Dinge auszuprobieren, zu entwickeln, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen.
Viel zu oft greifen Erwachsene ein und verhindern damit schon im voraus, dass Kinder Fehler machen können. Sie brauchen jedoch diese unverzichtbare Erfahrung, denn nur so lernen die Kinder spielerisch ihre eigenen Fehler zu korrigieren. Kinder, die ständig von Erwachsenen kontrolliert und korrigiert werden, entwickeln Minderwertigkeitsgefühle und bleiben unselbständig und abhängig.
Erziehung zur Selbständigkeit fordert auch Spiel- und Beschäftigungsmaterial, das Kinder selbständig arbeiten lässt. Hier ist das Montessori Material mit seinen eingebauten Fehlerkontrollen besonders geeignet. Es fördert die Fähigkeit des Kindes die Welt auf allen Sinnesebenen, später auch begrifflich zu erfassen. Das Kind übt dabei seine Beobachtungsgabe, sein Zuordnungs- und Unterscheidungsvermögen und gelangt so vom konkreten Schauen zum abstrakten Denken.
Darüber hinaus wird ihm jederzeit die Möglichkeit gegeben, sich beliebig lange mit einem Material seiner Wahl zu beschäftigen. Gerade die freie Wahl des Materials ist untrennbar verbunden mit Konzentration und Wiederholung. Die eingebaute Fehlerkontrolle des Materials macht das Eingreifen des Erziehers überflüssig und erspart dem Kind damit manche Frustration seiner Unzulänglichkeit. Es befähigt das Kind, eigene Erfahrungswerte aufzubauen und selbstbewusst und angstfrei seine Persönlichkeit zu entwickeln.
Auch die aktive Erziehung nimmt einen breiten Raum in der Montessori-Pädagogik ein. Diese vollzieht sich u. a. in Übungen zur Sinnesschulung ( z. B. Tasttafeln, Farbtafeln, Geruchsfläschchen, etc. ) und Übungen des praktischen Lebens ( z. B. Schuhe putzen, abwaschen, Blumen gießen, etc. ) mit denen das Kind "Tun durch Tun lernt" ( learning by doing ) Es lernt dabei aber auch Ordnung zu schaffen und bekommt einen Ausgleich zur geistigen Arbeit.
Dem Erzieher ( und damit meint Maria Montessori bereits auch die Eltern ) kommt bei der Montessori Pädagogik eine eher beobachtende Rolle zu, was aber nicht heißt, dass er die Kinder sich selbst überlässt. Zunächst schafft er eine vorbereitete Umgebung, die den freien Zugang zu den Materialien erlaubt. Er zeigt ausführend, wie sich die Übungen des praktischen Lebens vollziehen, lehrt den Gebrauch der Dinge, vermittelt gewissermaßen zwischen dem Kind und dem Material. Sobald das Kind selbständig damit umgehen kann, zieht sich der Erzieher zurück und nimmt die Position des Beobachters ein. Durch dieses genaue Beobachten eines jeden Kindes erkennt er dessen individuelle Entwicklung und dessen so genannte sensible Phasen, in deren Verlauf das Erlernen einer bestimmten Fähigkeit besonders leicht fällt. Er stellt dem Kind während dieser Phasen adäquates Material zur Verfügung und gibt damit dem Kind die Möglichkeit, bestimmte Fähigkeiten zu erweitern oder zu entdecken.
Neben der Förderung des Einzelnen, legte Maria Montessori Wert auf die soziale Erziehung der Kinder. Die älteren Kinder helfen den jüngeren Kindern bei Tätigkeiten, die sie noch nicht beherrschen. Die Kinder tun dies gern und erfahren damit die Bestätigung ihres Könnens.
Das Kind muss aber auch lernen, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen und der Gemeinschaft zu achten. Es muss die Grenzen für individuelles Handeln erfahren. In einer Montessori Einrichtung ist daher jedes Spielmaterial nur einmal vorhanden. Dies bedingt, dass die Kinder sich im Gebrauch mit dem Spielmaterial absprechen müssen. Hierbei wird soziales Handeln geübt. Der Erzieher muss darauf achten, dass ein Kind andere Kinder bei der Arbeit nicht stört und respektiert. Dabei wird Rücksichtnahme geübt.
Unser Förderverein verfügt über vielfältige Informationen in Form von Zeitungsberichten, Büchern und Videos über Maria Montessori und die Montessori-Reformpädagogik. Diese werden nach und hier eingestellt werden, damit Sie sich mit der Thematik vertraut machen können bzw. Ihr Wissen vertiefen können. Denn auch als Eltern können Sie bereits zuhause die phantastische Montessori-Pädagogik mit Ihren Kindern umsetzen.