Resozialisierung von obdachlosen Scheidungsopfern
Da Männer vor, während und nach einer Trennung und Scheidung in diesem Lande völlig auf sich selbst oder die Hilfe von Familienangehörigen ( Hotel Mama ) gestellt sind, ist der Anteil der Scheidungsopfer unter den Obdachlosen auch entsprechend hoch. Man schätzt, dass sich unter den über 80 % männlichen Obdachlosen ca. 50 % Scheidungsopfer befinden. Selbst minderjährige Kinder + Jugendliche sind bereits hiervon betroffen:
In Deutschland gibt es jährlich zwischen eineinhalb- und zweieinhalbtausend Minderjährige, die zeitweise ihr Dasein auf der Straße fristen. Die meisten sind 13 Jahre und älter. Es sind ebenso viele Mädchen wie Jungen. Viele kommen aus ländlichen Gebieten und suchen die Anonymität der Großstädte. Sie flüchten vor Misshandlungen, Missbrauch und Vernachlässigung und leben meist von Bettelei, Prostitution oder Kleindiebstahl. Sie träumen von Normalität und Geborgenheit. Sie sind häufig unauffällig, stammen aus allen Gesellschaftsschichten und finden sich keineswegs nur unter bunthaarigen Punks. Sie möchten wieder zur Schule gehen oder eine Ausbildung beginnen.
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Wachsende Zahl von Straßenkindern in Deutschland
Aber auch in Deutschland hat sich der Hilfsorganisation zufolge die Situation für Kinder verschlechtert. Derzeit gehe man von bis zu 7000 Straßenkindern im Alter bis 18 Jahre aus, sagte der Geschäftsführer des Kinderhilfswerks, Peter Mucke, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Seit gut zehn Jahren gebe es eine deutliche Zunahme speziell in den größeren Städten wie Hamburg und Berlin, nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Armut.
Allerdings handele es sich überwiegend um Jugendliche, die auf der Straße lebten, sagte Mucke, nicht um Kinder, die nach deutschem Recht maximal 13 Jahre alt sind. Zudem sei es schwierig, eine genau Zahl zu beziffern, da es keine genaue Erhebungen der bundesweiten Zahl gebe. Die aktuellste Schätzung des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2002 geht von 1500 bis 2500 "Offroad Kids" aus.
Quelle: Terre des Hommes feiert Jubiläum in der "Tagesschau"
Und wo bleiben nun die Väter, nachdem Sie - möglicherweise unter Anwendung von Gewalt - aus Ihren Wohnungen und Häusern gewiesen worden sind und diese nicht mehr betreten dürfen ? Das erklärt Frau Irmingard Schewe-Gerigk, Bündnis 90 / Die Grünen ( Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll der 93. Sitzung vom 16.03.2000 )"...
Es kommen dann gleich die Fragen: Wo bleiben denn nun die Männer ? Müssen wir nicht besondere Häuser für die Männer schaffen ? In Österreich ist die Obdachlosigkeit nicht signifikant gestiegen. Die Frage, wo die Männer bleiben, lässt sich so beantworten: die meisten bei ihren Müttern oder ihren Freundinnen. Ich denke, das können wir auch den deutschen Männern zumuten. ..."
Dem Abgleiten in eine Obdachlosen "Karriere" soll mit der Schaffung von Arbeitsplätzen entgegengewirkt werden um diesen finanziell ausgebluteten Männern wieder auf die Beine zu helfen und ihnen zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.
Obdachlose Väter sollen durch unterschiedliche Maßnahmen gezielt unterstützt und resozialisiert werden. Eine davon ist unsere Männernotunterkunft